Donnerstag, 6. Mai 2010

Abantwana Bahambela LikuSASA

...oder auf deutsch: Kinder laufen für die Zukunft

Am 1.Mai, welcher auch in Südafrika als Tag der Arbeit eingetragen ist, machten sich die Pfadfinder rund um Nelspruit und White River auf, um ein Zeichen für ihre Zukunft zu setzten. Einen Tag lang bewegten sich ca. 800 Kinder auf einer Straße, welche die beiden Townships Kanyamazane und Kabokweni verbindet, und versuchten wachzurütteln.
Während ein ähnliches Ereignis im letzten Jahr ganz der "Umwelt" gewidmet worden war, wurde die sogenannte Relay in 2010 um "Gesundheit" und andere zukunftsweisende Themen erweitert. Grund dafür war unter anderem das Projekt rund um Tuberkulose, zu dem das Ereignis zählte, aber natürlich auch, weil es nachwie vor an allen Ecken und Enden viel zu tun gibt.

Abgelaufen ist das Event folgendermaßen:
Entlang der besagten Straße machten sich ab dem frühen Morgen 17 Stationen aus Scout Gruppen bereit, denen jeweils ein Partner zugewiesen worden war. Die Partner waren andere Organisationen, die sich mit Themen wie Krebs, Drogen, Feuerschutz und vielem mehr befassten, und sogar Abteilungen aus dem Ministerium. Sie hatten Aktionen zu ihren Schwerpunkten vorbereitet, die sie tagsüber mit den Pfadfindern durchführten. Darunter war unter anderem das Gestalten von Plakaten, Müll Einsammeln oder das Erstellen eines Naturofes aus Lehm.
Während die Kinder selbst dazulernten oder andere wachzurütteln versuchten, fuhr ein Auto-Konvoy von Station zu Station, um die Pfadfinder jeweils von einem Haltepunkt zum nächsten zu bringen (Laufen auf der Straße war zu gefährlich). Angeführt von einem Polizeiwagen bestand die Karavane aus dem mit Flaggen dekorierten Bolero, der gleichzeitig Musik und Durchsagen lieferte, dem Truck für die Kinder, einem Regierungswagen der Tuberkulose-Abteilung und einem Celebrity-Auto. Denn sogar Prominenz hatte sich zu dem Ereignis eingefunden: Ray Phiri, ein bekannter Jazz-Musiker aus Barberton, lies es sich nicht nehmen, an jeder Station mit den Scouts zu sprechen, Autogramme zu geben und Pate für die gute Sache zu stehen.
Über den ganzen Tag hinweg schrieben die Scouts außerdem Briefe an den MEC (Member of the Exectutive Council), den Vertreter der Regierung, in dem sie ihre Wünsche ans Parlament äußern konnten.

Diese wurden später gesammelt in einer Abschlusszeremonie übergeben, zu der noch einmal alle Partner, Organisatoren, Pfadfinderleiter, Schuldirektoren und ca. 100 Kinder erschienen.
In mehreren Ansprachen wurde das Engagement der Scouts hoch gelobt und sogar Versprechungen von Regierungsleuten wurden abgegeben. So will der MEC selbst 10 Bäume pflanzen, weil sich die Kinder in ihren Briefen eine grünere Umwelt gewünscht hatten. Wir werden sehen, wie diese Sache ausgeht...

Wie die Relay ausgegangen ist wissen wir aber bereits:
Von allen Seiten haben wir bisher nur Positives gehört, viele sind beeindruckt vom Auftreten der Pfadfinder und die Kinder haben wichtige Dinge für ihre eigene, bessere Zukunft dazugelernt.

Hier ein paar Impressionen vom Tag:






Zum Abschluss noch das Motto eines jeden Pfadfinders, das auch diesem Tag wieder seine ganz besondere Note aufgedrückt hat:
"Try and leave this world a little better than you found it"
- Lord Baden-Powell (Gründer der Pfadfinderbewegung)

- to be continued -