Seit ein paar Monaten hat es ziemlich abgekühlt hier auf der Südhalbkugel, und dennoch ist der südafrikanische Winter nicht mit dem deutschen zu vergleichen.
Tagsüber ist es draußen mollig warm, denn die Sonne scheint die meiste Zeit, und zartbeseitete Hauttypen können sich sogar einen Sonnenbrand einfangen. Der Wind hat dahingegen gewaltig zugelegt und der Ausdruck "staubtrocken" kann wörtlich genommen werden. In diesem Zusammenhang kann man in der letzten Zeit sehr oft unkontrollierte Brände auf Feldern oder in Waldstücken sehen, die gedoch meist von alleine wieder versiegen.
Die Arbeit im Scout Office kann im Winter dennoch zur Tortur werden. Das Büro liegt auf einer Schattenseite, sieht selten die direkte Sonne und ist daher kälter als alle anderen Räume des Hauses. Da helfen uns nur kleine Heizöfen, warme Socken und viel heißer Tee über die kalten Tage hinweg.
Auch die Außentemperaturen, die tagsüber so angenehm sind, sinken drastisch, sobald die Sonne am Horizont verschwunden ist. Und das ist zu dieser Jahrezeit genauso wie in Deutschland - um 5 Uhr ist es stockfinster.
Der Winter in Südafrika ist nur geringfügig mit der kalten Jahreszeit in Deutschland zu vergleichen, hat aber dennoch seine kalten, unangenehmen Seiten, wenn man bedenkt, dass die Häuser in good old Germany besser isoliert sind und ich in meinen Koffer nicht allzu viele warme Klamotten gepackt habe.
Aber ich will nicht jammern.
Im Winter, kann ich für gewöhnlich immerhin an keinen Wasserfall wandern und dann auch noch schwimmen gehen - wobei das Wasser doch extreeeeeem kalt war.
Hier ein paar Bilder von unserem Ausflug zu den Forrest Falls:
Wer findet mich? (Tipp: Ich stehe nicht mehr am Rand.)
So sah also ein Sonntag im südafrikanischen Winter bei mir aus. Schön und vor allem anders, als Decke, Schnee und Plätzchen in Deutschland. Nach beinahe einem Jahr Dauersommer, freue ich mich jedoch auch einmal wieder auf typisches Winter-Wonder-Land ...
- to be continued -
