Einen Tag nach meiner Ankunft in White River, stand auch schon der erste Abschied an. Gregor, seit Februar Freiwilliger bei SASA, musste schweren Herzens „Salakahle“ sagen und wollte dementsprechend seinen letzten Tag in Südafrika im Kreise seiner hier gewonnenen Freunde verbringen.
Am Morgen ging es also direkt auf von Township zu Township, wo wir in zwei Autos aufgeteilt mehrere Rover der Scouts aus Mpumalanga einsammelten. Es nahm einige Zeit in Anspruch Muzi, Lunga, Henry, Lucky, Goodman und Sibongile abzuholen und gegen eine kleine Tour durch KaNyamazane war nichts einzuwenden. Dabei führte Goodman uns bei strahlendem Sonnenschein durch sein Township, wo wir unter anderem in einer Kneipe für eine Partie Billiard Halt machten und einen älteren Scout beim Hausbau besuchten. Der Spaziergang war gleichzeitig eine gute Gelegenheit, einen Teil der Rover Mpumalangas näher kennen zulernen.
Anschließend machten wir uns alle zusammen auf zu einem Kinderheim, um dort T-Shirt, Kappen und Bälle, die Gregors Freunde mitgebracht hatten, abzugeben und mit den Kindern zu spielen. Das stellte sich jedoch als schwieriger heraus als gedacht, da wir erst beim dritten Heim überhaupt auf Bewohner trafen. Die ersten beiden Stätten hatten entweder am Wochenende geschlossen oder waren umgezogen. Letztendlich hieß unser Ziel „Tower of Love“, ein Waisenhaus, wo die Spenden freudig entgegen genommen wurden. Mit dem Abgeben der deutschen Mitbringsel war die „Arbeit“ von uns Scouts jedoch noch nicht erledigt. Jetzt stand erst noch Spiel, Spaß und Spannung auf dem Programm. Bis Sonnenuntergang wurden die Kindern des Heims unter Anleitung der südafrikanischen Scouts, die vor allem in Singspielen wahnsinnig fit sind, von uns belustigt.
Als witzige Anmerkung sei hier vielleicht noch erwähnt, dass wir auf der Suche nach einer Toilette auf ein altbewehrtes Möbelstück verwiesen wurden. In einem der Zimmer des Heims waren alle Wände so zugestellt, dass wir, um ins Badezimmer zu kommen, durch einen Schrank klettern mussten. Ein Anblick, dem man auch nicht jeden Tag hat.
Als der Ort letztendlich wirklich im Schatten der Nacht ruhte, war es Zeit aufzubrechen. Da es sich bei unserer Gruppe im Durchschnitt um Anfang-20er handelte, bedeutete das jedoch noch lange nicht, zum German Cottage zurückzupilgern. Jetzt hieß es, Gregors letzten Tag in Afrika gebührend ausklingen zu lassen. Gemeinsam ging es also in eine Kneipe, einen Pub, eine Bar....eigentlich trifft es keines der Wörter genau. Die Lokalität, an der wir für den Abend im Township hielten, wird hier „Shebeen“ genannt und ist eine Mischung aus allem eben genannten, wobei auch Speisen an einem Kiosk gekauft werden können. Wie auch immer man es beschreiben will, wir hatten eine gute Zeit dort. Nach einem langen Tag „on the road“, sollten zunächst einmal die hungrigen Mäuler gestopft werden und es gab Pommes mit scharfer Soße, dazu Toastbrot (das Essen wird in weiteren Einträgen behandelt). Anschließend stand weiteres Kennenlernen, ausgelassenes Zusammensitzen und Fußballgucken auf dem Programm.
Alles in allem also ein wirklich schöner Abend, wie schon der ganze Tag, wenn wir auch die meiste Zeit im Auto verbracht haben. Bilder folgen demnächst...
- to be continued -
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