Dienstag, 18. August 2009

Let's get it started

„I often think that when the sun goes down, the world is hidden by a big blanket from the light of heaven, but the stars are little holes pierced in that blanket by those who have done good deeds in this world. The stars are not all the same size; some are big, some are little, and some men have done small deeds, but they have made their hole in the blanket by doing good before they went to heaven. Try and make your hole in the blanket by good work while you are on earth. It is some thing to be good, but it is far better to do good.“

Dieses Zitat von Baden-Powell, dem Gründer der Pfadfinder, ist mir bei meiner heutigen Arbeit ins Auge gefallen. Ich habe zwar nur Unterlagen kopiert, aber ich bin dennoch endlich in der Hoffnung „to do good“ in Südafrika angekommen.
Es tut mir Leid, dass der Start dieses Blogs länger gedauert hat, als angedacht, aber in den letzten Tagen gab es bereits einiges an Jubel, Trubel, Heiterkeit, sodass ich noch keine Zeit gefunden hatte, mich ausgiebig an den Computer zu setzten. But let's start at the beginning!

Nach kleineren Schwierigkeiten beim Einchecken am Flughafen München, nahm ich zusammen mit meinen Eltern ein letztes Mahl auf deutschem Boden ein und verabschiedete mich anschließend tränenreich, aber erleichtert, dass es nun endlich losgehen sollte. Um Punkt 21:55 Uhr hieß es „ready for take off“ und die Maschine der South African Airways rollte auf die Startbahn Richtung Süden. Der Flug war ruhig, das Essen gut und das Filmangebot durchaus zurfrieden stellend. Nur Mr Sandman zählt offenbar nicht zu den Vielfliegern und gönnte mir nur wenig Schlaf.
Kurz vor 8 Uhr morgens wandte die Maschine schließlich ihren Blick Johannesburg zu und setzte sanft auf einer der vielen Landebahnen auf. Nach einer kurzen Busfahrt, lies ich mich anschließend vom Passagierstrom zur Passkontrolle treiben und wagte meine ersten Schritte auf südafrikanischem Boden. Finally!
Die Einreiseformalitäten gingen problemslos von statten und auch mein Koffer war mir nach Afrika gefolgt. Am Flughafen von Jo'burg merkte ich außerdem, wie klein die Welt doch ist, als ich auf alte Bekannte vom Vorbereitungsseminar traf. Die Leiterin eines Kinderheims in Potchefstroom und ihre Assistentin holten eine ihrer Kurzzeitfreiwilligen aus Deutschland ab. Nach einem kurzem Plausch trennten sich unsere Weg aber auch schon wieder, ich kaufte mir einen Cappuccino und das lange Warten auf meinen Transport nach Nelspruit begann. Überpünktlich, begleitet von der Furcht den Anschluss zu verpassen, stand ich am „Busbahnhof“ bereit, doch ich sollte gleich auf verschiedene südafrikanische Besonderheiten treffen.
Nr. 1: Jeder will helfen, wenn auch oft nur gegen Trinkgeld. Allein in der Ankunfthalle wollten mir bereits mehrere Personen den Weg weisen und mich sogar als Kofferträger dorthin begleiten. So auch am Busbahnhof selbst. Zuletzte hatte ich ca. 3 Leute, die aufpassten, dass ich den richtigen City Bug erwischte. Mein Gepäck verteidigte ich dabei allerdings zu jeder Zeit standhaft und gab den Griff des Koffers nicht aus der Hand.
Nr. 2: Pünktlichkeit ist nicht Jedermanns Stärke und getreu dem Motto „Die Europäer haben die Uhr, wir haben die Zeit“ verspätete sich der City Bug um eine knappe Stunde. Später erklärte der Fahrer zwar, dass ein großer Unfall die Straßen blockiert hatte, aber mit der Zeit nimmt man es hier wohl generell nicht so genau. Beim City Bug handelt es sich im Übrigen um einen 14-Personen-Bus, der mit einem kleinen Anhänger für das Gepäck weiter entfernte Städte anfährt.
Die Fahrt verlief ruhig, fast alle Mitfahrer schliefen sofort ein, während ich die fremde Umgebung betrachtete und nach ca. 4 Stunden hielt unser Gefährt an einer Tankstelle in Nelspruit, wo mich auch schon meine „Mit-Volunteers“, Rebecca, Fabi und Jan, erwarteten. Im blauen Mazda der Scouts brachten diese mich nach White River ins German Cottage, die Unterkunft der Freiwilligen auf einer Farm, und meine Reise war erst einmal beendet.
Entspanntes Ankommen und Ausruhen war jedoch noch nicht angesagt. Gregor, ein weiterer Freiwilliger, würde in zwei Tagen seinen Auslandsaufenthalt beenden, aus welchem Grund ein großes Farewell-Essen mit Braai (im Grunde Barbecue, aber auf den Begriff reagiert man hier allergisch), Salaten, Pap und Peri-Peri veranstaltet wurde.
Aus gegebenen Anlass bot sich hierbei gleich eine gute Gelegenheit einige der wichtigen Personen von SASA, Mpumalanga, kennen zu lernen, denen ich im nächsten Jahr öfter begegnen werde. Da waren z.B. Nikki, meine Chefin im Office, und ihre Tochter Gracious, Dudley James, der Besitzer der Farm und Chairman der Scouts Mpumalanga, sowie seine Tochter Gillian und Jörg, Vorsitzender von Nangu Thina, der ebenfalls auf der Farm lebt.
Mit einem leckeren Mousse au Chocolat fand mein erster aufregender Tag in Südafrika schließlich sein Ende.

Mein Einstieg auf der Südhalbkugel kann im Gesamten also durchaus positiv bewertet werden und ist hoffentlich ein guter Start in 360 weitere Tage …
Let's get it started!

- to be continued -

3 Kommentare:

  1. Na Caro, dann wünsch ich mal viel Spaß in SOUTH AFRICA! Auf das dich die Schlangen nicht ärgern und die Löwen nicht fressen!

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  2. Great to hear from you :-)
    Freut mich,dass es dir "da unten" so gut geht. Filmtechnisch halte ich die Stellung hier derweil und halte dich auf dem Laufenden,wobei ich schon sagen muss,dass du mir als meine Kinobegeleitung abgehst...ok,auch so,aber da eben auch ;-)

    Anyway:Have FUN!!!

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  3. ...also ich glaub filmtechnisch werde ich hier nicht so die Probleme haben (außer das du nicht mit im Kino hockst).
    Habe bis jetzt schon zuhause "Operation: Kingdom", "The Cleaner" und Madagascar 2" gesehen und im Kino haben wir am Mittwoch (da ist Kinotag) "The Hangover" angeschaut. Muss zugeben, der ist besser als ich dachte. ;)
    Ein anderes Abendprogramm gibt es so gut wie nicht. Aber schau einfach trotzdem für mich mit und ess ab und zu mal Popcorn. Wir können uns dann ja austauschen. =)

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